Funk
Um für den jeweiligen Anwendungsbereich die jeweils optimalen Funk-Komponenten anbieten zu können, beherrscht Smart-Heat-OS verschiedene Funk-Standards wie WLAN, das systemeigene Protokoll über den internen Funk-Chip sowie dedizierter Gebäudetechnik-Funk über den USB Funk-Stick. Nachfolgend erhalten Sie dedizierte Anleitungen für die Einrichtung der jeweiligen Komponenten und die Konfiguration der zugehörigen Funk-Gateways.
Hinweis zu älteren Systemen: Informationen zu Geräten, die nicht mehr Teil des aktuellen Portfolios sind, finden Sie unter:
WLAN
Die WLAN-Kommunikation wird für Raumcontroller (sowohl Festanschluss als auch Batteriebetrieb) sowie für das Heizkörper-Thermostat WLAN + Batterie genutzt.
A. Raumcontroller (WLAN-Modus)
Sowohl der Festanschluss-Raumcontroller als auch das batteriebetriebene Modell beherrschen die Kommunikation per WLAN. Dies ist die bevorzugte Verbindungsart für batteriebetriebene Geräte, da sie besonders energieeffizient ist.
B. Heizkörper-Thermostat WLAN + Batterie
Dieses Thermostat verbindet sich über ein WLAN-Funk-Gateway (Gen3) mit dem System.
Integrierter Funk-Chip (Miniserver)
Die nachfolgenden Komponenten kommunizieren direkt über den integrierten Funk-Chip im Miniserver und benötigen keinen separaten Funk-USB-Stick. Detaillierte Anleitungen zur Einrichtung finden Sie hier:
- Heizkörper-Thermostat Direktfunk + Batterie
- Festanschluss-Raumcontroller (Hinweis: Nur der Festanschluss-Raumcontroller verfügt über Direktfunk – beim batteriebetriebenen Modell ist diese Option nicht verfügbar. Der Festanschluss-Raumcontroller ermöglicht zudem die Datenübertragung per WLAN und Wire, wobei Direktfunk somit eine von drei verfügbaren Optionen darstellt.)
USB-Funk-Stick: Basis-Einrichtung
Diese Schritte sind die Voraussetzung, bevor Sensoren oder Aktoren über den USB-Funk-Stick (dedizierter Gebäudetechnik-Funk) betrieben werden können.
1. Vorbereitung & Registrierung des Sticks
- Anstecken: Stecken Sie den USB Funk-Stick in einen freien USB-Port des Miniservers.
- Navigation: Öffnen Sie im Browser: Konfiguration → Haus & Geräte → Funkeinrichtung.
- Aktivierung: Der Stick erscheint erst in der Liste, sobald die erste Komponente ein Signal sendet. Drücken Sie dazu kurz die Taste an einem beliebigen Funk-Bauteil.
- Software-Voraussetzung: Stellen Sie sicher, dass Sie im Smart-Heat-OS bereits Etagen und Räume angelegt haben.
2. Master-Modus & Discovery-Modus
Klappen Sie die Zeile des USB-Sticks aus und nehmen Sie folgende Einstellungen vor:
Der folgende Screenshot zeigt die Einstellungen des USB-Funk-Sticks mit ausgeklapptem Menü: Screenshot der Funkeinrichtung
- Master-Modus: Stellen Sie die Auswahl für das Anlegen und Pairing zwingend auf „Master-Modus“. Dies gilt auch dann, wenn der Stick nicht am Master-Server (sondern an einem Drop-Server) betrieben wird; in diesem Fall muss die Einstellung übergangsweise auf Master-Modus gesetzt werden.
- Discovery-Modus: Aktivieren Sie die Box bei „Discovery Modus“.
- Warum? Ermöglicht das automatische Anlegen von Bauteilen und die Antwort auf Einlerntelegramme (HKTs/Aktoren).
- Wichtig: Nach Abschluss der Einrichtung sollte dieser Modus deaktiviert werden (automatische Deaktivierung täglich um 3:00 Uhr), um unerwünschtes Anlegen fremder Komponenten zu verhindern.
Sensoren am USB-Funk-Stick
Dieser Abschnitt gilt für alle Sensoren wie Temperatur-/Feuchtesensoren und Fensterkontakte.
1. Vorbereitung
- Platzierung: Sensoren sollte noch nicht montiert sein. Legen Sie diese zur Einrichtung auf einen Tisch in die Nähe des Miniservers.
- Energie: Solar-Sensoren sollten zur Sicherheit zusätzlich mit einer Lithium-Knopfzelle ausgestattet werden.
2. Einlernen
- Stellen Sie sicher, dass der Discovery-Modus aktiv ist.
- Signal senden: Drücken Sie die Taste am Gerät (oft im Gehäuse), um ein Telegramm zu senden.
- Kontrolle: Prüfen Sie unter Funkeinrichtung, ob das Gerät mit der ID erscheint. Zur eindeutigen Identifikation der einzelnen Geräte befindet sich die ID des Sensors auf dem Etikett auf der Rückseite des Gerätes (1). Achtung: Im System erscheint die ID mit Bindestrichen zwischen jeder zweiten Dezimalstelle (ggf. Seite neu laden).
- Zuweisung: Klappen Sie das Gerät über das „+“ Symbol aus und weisen Sie Typ und Raum zu.
Aktoren am USB-Funk-Stick
Aktoren (Funk-Relais und Funk-Steckdosen) müssen sowohl eingelernt als auch als Ausgänge konfiguriert werden.
1. Pairing der Hardware
Stellen Sie sicher, dass der Discovery-Modus aktiv ist.
- Funk-Relais:
- Falls nicht sichtbar: Taste am Relais kurz drücken.
- Pairing-Modus: Schwarze Taste am Relais dreimal schnell drücken.
- LED leuchtet zweimal GRÜN, dann dauerhaft GRÜN.
- Funk-Steckdose:
- Falls nicht sichtbar: Taste an der Steckdose kurz drücken.
- Pairing-Modus: Taste ca. 2 Sekunden gedrückt halten und loslassen.
- LED blinkt rot, dann dauerhaft GRÜN.
2. Ausgänge konfigurieren (Logische Zuordnung)
Damit Relais oder Steckdosen wissen, wann sie schalten sollen, müssen sie einem Temperatursensor zugeordnet werden.
- Raumzuweisung: Stellen Sie sicher, dass dem Gerät unter Funkeinrichtung bereits einen Raum zugewiesen wurde.
- Navigation: Gehen Sie zu Konfiguration → Haus & Geräte → Ausgänge.
- Zuordnung: Dort erscheint der Funk-Stick mit seiner ID. Klappen Sie diesen über „+“ aus.
- Sensor wählen: Wählen Sie den Temperatursensor aus, der den Aktor entsprechend dem Soll-/Isttemperatur-Vergleich schalten soll.
- Speichern: Klicken Sie auf „Zuordnung speichern“.
Heizkörper-Thermostat PRO (HKT-PRO) am Funk-Stick
Das HKT-PRO ist eine eigene Gerätekategorie am USB-Funk-Stick und wird direkt am Heizkörper eingerichtet.
1. Inbetriebnahme (Schritt für Schritt)
Voraussetzung: Discovery-Modus am USB-Stick ist aktiv.
1. Inbetriebnahme (Schritt für Schritt)
Voraussetzung: Die Checkbox Discovery-Modus in der Funkeinrichtung ist aktiv.
- Schritt 1: Montage & Reset
- HKT-PRO auf das Ventil schrauben.
- Blende abnehmen, beide Taster 10 Sekunden halten.
- Feedback: 1x Grün (Reset), 2x Rot (Neustart), 3x Rot (Warten auf Pairing).
- Schritt 2: Pairing
- Stellrad bis zum Anschlag drehen und 5 Sekunden halten, bis LED 1x Grün leuchtet (Voraussetzung: Discovery-Modus muss aktiv sein).
- Eine zweite grüne LED bestätigt das erfolgreiche Pairing.
- Schritt 3: Aktivierung
- Stellrad kurz drehen und sofort loslassen. LED leuchtet Grün (Referenzfahrt).
- Schritt 4: Verbindung zum Miniserver prüfen Um die Verbindung zum Miniserver zu testen, drehen Sie das Stellrad des Heizkörperthermostats entweder ganz nach links oder nach rechts und lassen Sie es sofort wieder los. Dabei wird ein Datentelegramm an den Miniserver übermittelt.
- Erfolg: Das Stellrad blinkt einmal grün.
- Fehler: Das Stellrad blinkt dreimal rot.
- Mögliche Ursachen & Lösungen:
- Kommunikationsstörung: Der Miniserver bzw. Funk-Stick könnte außerhalb der Reichweite sein. Testen Sie dies, indem Sie das HKT demontieren und den Test direkt neben dem Miniserver wiederholen.
- Reichweitenprobleme: Bei dauerhaften Reichweitenproblemen empfehlen wir die Installation eines Repeaters.
- Hinweis zur Zuverlässigkeit: In etwa 10% der Fälle zeigt das HKT einen Fehler, selbst wenn die Verbindung erfolgreich war. Führen Sie den Test daher bei Bedarf mehrmals durch.
- Systemstatus: Prüfen Sie, ob der Miniserver eingeschaltet und eingesteckt ist.
- Pairing fehlgeschlagen: Bleibt das Problem bestehen, war das Pairing nicht erfolgreich. Starten Sie in diesem Fall erneut mit Schritt 1 (Reset).
2. Funktionsprüfung & Übermittlungslogik
- Anzeige: Ventilstellung ist über den Heizbalken in der Raumübersicht sichtbar.
- Logs: Detaillierte Korrekturen sind im Logmonitor unter „Sensoren“ einsehbar.
- ⚠️ Übermittlungslogik: Der HKT-PRO meldet immer den Zustand der vorangegangenen Periode (10 Min. Intervall). Änderungen werden physisch sofort nach dem Kontakt ausgeführt, erscheinen in Logs und Heizbalken aber erst im nächsten Zyklus.
3. Wartung & Hinweise
- USB-Laden: Bei entladenem Akku Micro-B-USB anschließen (Ladedauer ca. 2 Std.). Gelbe LED leuchtet beim Laden, grüne LED blinkt bei Abschluss.
- Tastensperre: Automatisch nach 1 Stunde. Entsperren durch Abziehen des Stellrads und 10 Sek. Druck auf beide Taster.
- Initialisierung: In den ersten 10 Min. arbeitet der Antrieb im schnellen 10-Sekunden-Takt für Tests.