KI-Modul für Fußbodenheizung
Diese Anleitung erklärt die Funktionsweise und Bedienung des KI-Moduls innerhalb Ihrer Controme Smart-Heat.
Was ist das KI-Modul?
Das KI-Modul ist eine intelligente Erweiterung für Ihre Fußbodenheizung. Es lernt automatisch die spezifische Heizcharakteristik jedes einzelnen Raumes.
Anstatt starr nach einer pauschal festgelegten Heizkurve zu arbeiten, ermittelt die KI für jeden Raum individuell, wie die Stellantrieböffnungen optimal gesteuert werden müssen. Ziel ist es, die Stellantrieböffnungen so präzise wie möglich zu regeln, um Energie zu sparen und gleichzeitig den thermischen Komfort zu erhöhen.
Wie funktioniert die KI?
Die KI sammelt kontinuierlich Sensordaten und berechnet daraus einen „Fingerabdruck“ (den spezifischen Wärmebedarf) des Raumes. Dabei werden folgende Werte analysiert:
- Raumtemperatur: Die aktuelle Ist-Temperatur im Raum.
- Außentemperatur: Die aktuelle Außentemperatur vor Ort.
- Online-Wetterdaten: Informationen über die Wettervorhersage zur vorausschauenden Anpassung der Regelung.
- Rücklauftemperatur: Die Temperatur des Wassers, das aus dem Heizkreis zurückkommt.
- Stellantrieb-Öffnung: Der Öffnungsgrad der Stellantriebe (0–100 %).
Aus diesen Daten erstellt die KI den individuellen Fingerabdruck Ihres Raumes. Damit weiß das System exakt, wie weit die Stellantriebe bei jeder Bedingung geöffnet werden müssen.
Die Lernphase
Damit die KI ausschließlich mit qualitativ hochwertigen Daten arbeitet, wurden im System harte Schwellenwerte definiert. Die KI lernt nur, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
- Große Temperaturdifferenz: Der Unterschied zwischen Innen- und Außentemperatur muss mindestens 15 Grad betragen (z. B. Innen 20 °C, Außen 5 °C oder kälter). In der warmen Übergangszeit pausiert der Lernprozess daher.
- Aktiver Heizbetrieb: Der Stellantrieb muss im betrachteten Zeitraum mindestens zu 40 % geöffnet sein.
Anzeige und Status
In der Raumübersicht zeigt ein farbiger Balken die Qualität der KI-Berechnung an. Dieser Wert kombiniert die Menge der gesammelten Daten mit deren Aussagekraft.
- Balkenhöhe & Präzision: Ein niedriger Balken bedeutet, dass noch nicht genügend aussagekräftige Daten vorliegen und das System vorerst Werte von vergleichbaren Räumen nutzt (Interpolation). Ab etwa 40–50 % ist der individuelle „Fingerabdruck“ bereits so detailliert, dass die KI hochpräzise und völlig eigenständig regelt.
- Die 100-%-Grenze: Die vollen 100 % werden in der Praxis nie erreicht. Die Logik ist so programmiert, dass der Fortschritt immer langsamer wird, je näher man der Perfektion kommt. 100 % steht für eine theoretische „unendliche Genauigkeit“ und dient lediglich als Orientierung am Ende der Skala.