Für eine reibungslose Installation des Controme-Systems in Neubauten oder Kernsanierungen müssen bauseitig folgende Vorbereitungen und Verkabelungen vorgenommen werden:

Heizkreisverteiler

Auswahl des Heizkreisverteilers

Um eine reibungslose Montage und Anbindung der Controme Komponenten zu gewährleisten, empfehlen wir Heizkreisverteilerschränke, die mit einer vorinstallierten Hutschiene für Regelkomponenten ausgestattet sind. Achten Sie bitte darauf, dass Ihr Heizungsbauer einen solchen Verteilerschrank verwendet. Die Modelle von Selfio bieten diese Ausstattung standardmäßig an. Für ein besseres Verständnis der Verteilerschränke und ihrer Funktionen empfehlen wir Ihnen, sich dieses Video anzusehen.

Bauseitig vorzusehende Anschlüsse im Heizkreisverteiler

In jeder Heizkreisverteiler ist eine 230V-Stromversorgung sowie einen Netzwerkanschluss erforderlich. Für die Netzwerkanbindung besteht die Möglichkeit, entweder eine Netzwerkdose direkt im Heizkreisverteiler zu installieren oder ein vorbereitetes Netzwerkkabel vom Router oder Switch zum Heizkreisverteiler zu verlegen. Falls die Installation einer Netzwerkdose nicht umsetzbar ist, lässt sich der Internetanschluss im Heizkreisverteiler auch problemlos mit Powerline- oder WLAN-Adapter nachrüsten. Wir empfehlen jedoch besonders bei Neubauten, einen festen Netzwerkanschluss zu planen.

Raumsensoren

In jedem Raum muss an der Innenwand eine Unterputzdose für die Installation der Controme Sensoren vorgesehen werden. Werden Raumcontroller installiert, ist es notwendig, die Unterputzdose einzeln und separat zu setzen. Falls UP-Temperatursensoren installiert werden, kann die Unterputzdose alternativ als unterste Dose in einem Mehrfachrahmen gesetzt werden. Für die UP-Temperatursensoren gibt es passende Abdeckungen für alle Schalterprogramme.

Heizraum

Im Heizraum wird später ein 3-reihiger Elektroverteiler neben dem Wärmeerzeuger an einer Position mit einfacher Anbindung an die im Heizraum montierten Kabelkanäle installiert. Hierfür ist eine Doppelsteckdose und eine Netzwerkdose vorzusehen.

Leitungsverlegung für Raumsensoren

Verbinden Sie alle Raumsensoren eines Stockwerks gemäß der Darstellung im beigefügten Bild mit einem J-Y(St)-Y 2x2x0,8mm Fernmeldekabel. Die Verbindung sollte in Linienform von einem Sensor zum nächsten erfolgen. Vom letzten Sensor in der Kette ist eine Reserveleitung zurück zum Heizkreisverteiler zu legen, was in den Bildern als gestrichelte Linie veranschaulicht ist. Diese Reserveleitung muss an beiden Enden offen bleiben und darf nicht angeschlossen werden. Sie dient ausschließlich als Backup und ermöglicht im Falle eines Leitungsbruchs oder ähnlicher Probleme den einfachen Aufbau einer zusätzlichen Sensorlinie von der gegenüberliegenden Seite.

Durch die Wahl einer Linientopologie, bei der die Sensoren in einer Reihe verbunden werden, reduzieren Sie im Vergleich zur sternförmigen Topologie (die auch eine Option wäre) sowohl die Länge der benötigten Kabel als auch den Aufwand bei der Verklemmung der Komponenten. Diese Art der Verlegung ist daher besonders für Neubauten oder Kernsanierungen zu empfehlen.

Leitungsverlegung für Raumcontroller

Die allgemeine Vorgehensweise bei der Leitungsverlegung bleibt grundsätzlich unverändert. Jedoch gibt es bei der Installation der Raumcontroller aufgrund ihrer höheren Stromaufnahme einige spezifische Anforderungen:

  • Es ist darauf zu achten, dass maximal 6 Raumcontroller über den ‚Ring‘ mit Strom versorgt werden.
  • Die Gesamtlänge jeder Leitungslinie darf 15 Meter nicht überschreiten, was für den gesamten Ring eine maximale Länge von 30 Metern bedeutet.
  • Beide Leitungen des ‚Rings‘ werden im Heizkreisverteiler angeschlossen. Stattdessen muss der Ring in der Mitte aufgetrennt werden. Dies bedeutet, dass die Reserveleitung in der Mitte zwischen zwei Raumcontrollern positioniert wird. Dadurch wird eine Versorgung von jeweils bis zu 3 Raumcontrollern von jeder Seite des Rings gewährleistet.“

Kompaktinfo zur Topologie des Gesamtsystems

In jedem Heizkreisverteiler und im Heizraum wird ein Controme Steuergerät (Gateway) installiert. An diesem werden kabelgebundenen Sensoren und die Aktoren (z.B. Stellantriebe) angeschlossen. Alle Steuergeräte verbinden über das Netzwerk zum Controme Mini-Server, der an den Internet-Router angesteckt wird.

Weitere Infos, zum allgemeinen Systemaufbau sind hier zu finden.