Zirkulationspumpe ansteuern

Um eine Zirkulationspumpe zu steuern, empfiehlt es sich, einen Temperatursensor am Rücklauf der Zirkulationsleitung zu installieren. Dies ermöglicht die Regulierung der Pumpenaktivität basierend auf der gemessenen Temperatur. Eine Solltemperatur wird am Sensor festgelegt, zum Beispiel 40°C. Die Steuerung aktiviert die Zirkulationspumpe und hält sie so lange in Betrieb, bis die am Sensor eingestellte Zieltemperatur erreicht wird. Nachdem die Pumpe abgeschaltet wird, kühlt der Sensor durch den natürlichen Wärmeverlust allmählich ab, was dazu führt, dass die Pumpe bei Unterschreitung der Zieltemperatur automatisch wieder startet. Dieses Verfahren ermöglicht eine effiziente und bedarfsgerechte Regulation der Pumpenaktivität, die einer natürlichen Taktung gleichkommt. Um Perioden zu definieren, in denen die Zirkulationspumpe nicht aktiv sein soll, lässt sich durch die Einstellung eines negativen Offsets im Kalendermodul eine dauerhafte Deaktivierung realisieren.

Bitte beachten: Zirkulationspumpen können erhebliche Mengen an Energie verbrauchen und den Warmwasserspeicher übermäßig beanspruchen. Falls heißes Wasser auch ohne die ständige Aktivität der Zirkulationspumpe innerhalb einer akzeptablen Zeit verfügbar ist, könnte es in vielen Fällen vorteilhafter sein, die Pumpe permanent auszuschalten. Die Betriebskosten einer Zirkulationspumpe können jährlich mehrere hundert Euro erreichen, was oft die Kosten für den zusätzlichen Verbrauch von Kaltwasser übersteigt. Um zu bewerten, wie gravierend die Situation in Ihrem Haushalt ist, empfiehlt es sich, den Verlauf der Warmwassertemperatur im Controme System zu beobachten, indem Sie die Zirkulationspumpe testweise für einige Stunden ununterbrochen laufen lassen. Ein signifikanter und schneller Temperaturabfall bei aktiver Zirkulationspumpe deutet auf einen hohen Energieverbrauch hin.

Hier sind die Schritte zur Einrichtung:

  1. Installation des Temperatursensors: Befestigen Sie den Temperatursensor am Rücklauf der Zirkulationsleitung und benennen Sie ihn als „Rücklauf Zirkulationspumpe“.
  2. Konfiguration der Differenzregelung: Richten Sie eine Differenzregelung ein und geben Sie ihr die Bezeichnung „Zirkulationspumpe“. Weisen Sie den zuvor installierten Temperatursensor als Sensor S2 in dieser Konfiguration zu. Die Slots für S1 und S3 bleiben ungenutzt, wodurch sich eine effektive Zweipunkt-Regelung ergibt.
  3. Einstellen der Solltemperatur: Passen Sie die Solltemperatur für Sensor S2 individuell an. Es wird empfohlen, mit einer Maximaltemperatur von 45°C zu starten. Allerdings ist es wichtig, ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie schnell warmes Wasser in Ihrem Haushalt benötigt wird. Je nachdem, wie zufriedenstellend Sie die Verfügbarkeit von warmem Wasser bei dieser Einstellung finden, können Sie die Temperatur entsprechend nach oben oder unten korrigieren. Eine niedrigere Einstellung, beispielsweise 35°C, könnte ausreichen, wenn nicht sofort heißes Wasser gebraucht wird. Es geht darum, die Temperatur so anzupassen, dass sie Ihren Bedürfnissen entspricht und gleichzeitig Energieeffizienz gewährleistet ist.
  4. Anpassung des Steuerungsbereichs: Aktivieren Sie den Slider für die Temperaturregelung und stellen Sie den Wertebereich zwischen 20°C und 50°C ein.
  5. Aktivierung zusätzlicher Module: Schalten Sie das Modul für Kalender und Timer in der Differenzregelungs-Konfiguration frei, um eine flexible Steuerung basierend auf Zeit und individuellen Präferenzen zu ermöglichen.
  6. Speichern der Konfiguration: Nachdem Sie die Differenzregelung konfiguriert haben, speichern Sie die Einstellungen.
  7. Zuweisung eines Relaisausgangs: In der Ausgangskonfiguration unter „Haus & Geräte -> Ausgänge“ weisen Sie der Differenzregelung einen Relaisausgang zu. Dies ermöglicht die physische Steuerung der Zirkulationspumpe durch das System.
  8. Feinabstimmung durch Offsets: Legen Sie über Kalendereinträge negative Offsets (z.B. -20K) fest, um Zeiten zu definieren, in denen die Zirkulationspumpe dauerhaft ausgeschaltet bleiben soll. Die Pumpe wird automatisch deaktiviert, wenn die Temperatur des Sensors die Zieltemperatur übersteigt.